Die Aromatherapie ist ein eigenständiger Bereich der Phytotherapie. Hier findet aber nicht die ganze Pflanze Verwendung, sondern es werden nur die enthaltenen ätherischen Öle für die Therapie genutzt.

Die Aromatherapie ist sehr alt, bereits im Altertum wurden in vielen Kulturen aromatisch duftende Pflanzenstoffe, auch zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt.

Der Einsatz von ätherischen Ölen gewinnt heute in der alternativen Veterinärmedizin wieder zunehmend an Bedeutung, seltener zur inneren Anwendung, aber häufig zur äußeren Behandlung mittels Salben und Cremes sowie über den Geruchssinn in Form von Verdampfung und Inhalation. Hierbei muss natürlich der sehr viel feinere Geruchssinn der Tiere berücksichtigt und eine entsprechende Dosierung eingehalten werden.

Einsatzgebiete:

Ätherische Öle können bei vielen Beschwerden unterstützend angewendet werden. Gerade in einem ganzheitlichen Behandlungskonzept finden sie aufgrund ihrer Wirkung auf Körper und Psyche ihren festen Platz.

Ätherische Öle werden beispielsweise bei der Verdampfung problemlos von den Schleimhäuten absorbiert und gelangen direkt in den Organismus, wo die Wirkstoffe über Blut und Lymphbahnen zu den Organen tranportiert werden. Ihr breites Wirkungsspektrum beinhaltet antivirale, antibakterielle, antimykotische, entzündungshemmende, beruhigende, schmerzlindernde, schleimlösende, krampflösende und stimulierende Wirkung. Somit ergibt sich auch ein entsprechend breites Indikationsspektrum.

Es gilt aber zu beachten, dass manche Öle Nebenwirkungen haben können und teilweise Anwendungsbeschränkungen bei Tieren, insbesondere bei Katzen, beachtet werden müssen. So reagieren zum Beispiel Katzen sehr sensibel auf bestimmte Aromaöle und vertragen diese nicht gut bzw. nur in niedrigen Dosen und nur für kurze Zeit. Achtung, das beliebte Teebaumöl ist für Katzen sogar hochgiftig!

Überhaupt nicht zu empfehlen ist übrigens der Einsatz von Duftlämpchen, da beim Gebrauch krebserregende Stoffe freigesetzt werden.