Eine ausgewogene Mineralstoffbalance ist sehr wichtig für das Pferd, damit Krankheiten vorgebeugt wird und das Tier gesund bleibt. Heutzutage werden Mineralien allerdings meistens als spezielle Mineralfutter zugefüttert. Diese sind meiner Meinung nach nicht besonders empfehlenswert, sondern vermitteln eine trügerische Sicherheit dahingehend, dass das Pferd optimal mit allen erforderlichen Vitalstoffen versorgt wird. Zu oft ist das aber leider ein Irrglaube. Nicht nur fehlende Mineralstoffe oder eine nicht ausreichende Zufuhr eines benötigten Stoffes ist schlecht für den Organismus, sondern auch die Überversorgung damit. Durch fertige Mineralfuttermischungen führen wir dem Pferd ständig die gleiche Menge eines jeden Nährstoffes zu. Welche Nährstoffe das sind, wurde von Spezialisten in irgendeiner Tabelle festgelegt. Das sind aber Einheitswerte, die nicht für jedes individuelle Tier passen optimal dürften.

Künstlich zusammengestellte Mineralfutter enthalten meistens anorganische und synthetische Stoffe und sind somit weniger gut geeignet, um eine optimale Versorgung des Pferdeorganismus zu erreichen als natürliche Futterergänzungen.

Den Fertigmischungen werden leider auch meist Füll- & Geschmacksstoffe zugefügt, damit sie für die Pferde attraktiv sind. Das können z. B. Maiskleber, Melasse, Traubenzucker, Biertreber u. a. sein. Auch bei den quadratischen roten Mineralienlecksteinen und den quadratischen weißen Salzsteinen handelt es sich um stark industrielle verarbeitete Produkte, die nicht gut geeignet sind für die Ernährung unserer Pferde.

In Pflanzen und Algen sind alle Elemente organisch in ihrem Zellgefüge gebunden und die Zusammensetzung entspricht eher der eines lebendigen Körpers. Organisch gebundene Mineralien und Spurenelemente werden im Gegensatz zu anorganischen Mineralfuttern besser und vor allem bedarfsgerecht verstoffwechselt, ein großer Vorteil für die Gesundheit.

Pflanzenteile und Algen enthalten alle Mineralien und Spurenelemente, die der Körper braucht, in fast idealer Zusammensetzung. Sie sind somit eine vollkommen natürliche und bessere Alternative zu den üblichen Mineralfuttern. Und wenn der Pferdekörper weitgehend selbst entscheiden kann, was und wie viel davon er aufnehmen möchte, nimmt er sich nur, was er benötigt, so dass das Risiko einer Übermineralisierung von vornherein vermieden wird.